Ich glaub es ja nicht, irgendwie scheint der Sommer zurück. Gestern konnte ich den halben Tag auf der Bü-Wiese F3K und F3J fliegen und die Aussichten für die nächsten Tage sind auch hervorragend – war ja klar wenn ich fast zwei Wochen weg bin.

Heute Abend steigen wir zur Höllentalangerhütte auf und am Montag morgen geht es dann sehr früh in so 6-8 Stunden auf den Gipfel der Zugspitze. Gewitter sind keine gemeldet dafür aber 13° auf 3000 m, d.h. wir werden uns sputen vor der großen Hitze oben zu sein (das macht weder auf dem Ferner noch im senkrechten Fels Spaß wenn man gebraten wird).

Am Dienstag geht es dann direkt ab München weiter nach Mexiko Stadt, wenn ich dazu komme werde ich immer wieder mal ein paar Bilder veröffentlichen. Entweder direkt im Blog oder über P*casa, mal sehen was mobil besser funktioniert – ich halte euch hier auf dem laufenden. Eventuell unstrukturierte Beiträge werden dann nachsortiert. :)

Am Sonntag soll es nach längerer Planungsphase nun endlich losgehen, die Vorzeichen sind günstig. So spricht das Alpenwetter von einer Störung die am Freitag durch die Ostalpen zieht welche voraussichtlich bis Montag durch sein müsste, Schneefallgrenze bei 4000 m und 13° auf 3000 m. Der Höllentalferner ist laut aktuellem DAV Bericht fast vollständig mit Blankeis überzogen wodurch die Gletscherspalten gut erkennbar sein sollten, die Randkluft zum Klettersteig ist gut überwindbar.

 

Tourbeschreibung

Anreise am Sonntag nach Hammersbach (758m). In einer 2-stündigen Wanderung durch den Stangenwald und die beeindruckende Höllentalklamm zur Höllentalangerhütte (1381m). Hier werden wir ein Lager beziehen.

Am Montag geht es sehr früh los und bereits nach 20 Minuten erreichen wir den Brett/Leiter Klettersteig welcher unter anderem die ausgesetzte senkrechte Brettpassage birgt. Insgesamt überwinden wir in 45 Minuten 200 Höhenmeter im Schwirigkeitsgrad K2/B.

Vom Grünen Buckel (ca. 1750m) geht es in weiteren 3 Stunden über das anstrengende Geröllfeld und den Höllentalferner (als Seilschaft mit Steigeisen) bis zur Randkluft auf ca. 2450m wo wir in den finalen Höllental-Klettersteig einsteigen werden. Dieser ist mit K3/B etwas schwerer bewertet allerdings durchgehend steil und ausgesetzt. Für die letzten 600 Höhenmeter werden wir in 2,5 Stunden benötigen und erreichen dann gegen Mittag den Zugspitzgipfel und somit das Dach Deutschlands auf 2972m.

Tja, Satz mit X …


das Wetter hat mir ja einen Strich durch die Rechnung gemacht, die Lachenspitze Nordwand fällt (vorerst) mal aus und, was eigentlich noch viel blöder ist, damit auch das Höhentraining für den Monte Cevedale. Hier hat sich auch die Planung leicht verändert, wir werden am ersten Tag bereits auf über 3300m aufsteigen, mal sehen wie ich das verkrafte (Höhenkrankheit). Wenn das Wetter hält werden wir am Donnerstag schon in die bayrischen Alpen fahren und die Benediktenwand mehrfach besteigen, wenn alles passt ein einer schönen Mehrseillängentour.

Tja Schade auch… Die Klettertour zur Lachenspitze am Wochenende fällt wohl ins Wasser (sprichwörtlich) und vom Markus kam auch schon ein leises ’sorry wird sich wohl verspäten‘, d.h. dem ErwinXL sein bleicher Bruder wird wohl nicht bis zum Gebidempass fertig sein. Wäre ja alles auch zu schön gewesen (egal, nächstes Wochenende geht es zur Benediktenwand und auf den Pass nehme ich halt das kleine Schwarze mit)…. Zum Glück ist Man(n) ja ausgerüstet.

Heute war den ganzen Tag Sonne gemeldet, leider bei nur 4° und Wind aus der falschen Richtung. Da es mich aber schon seit Wochen an den Fels zieht ging es heute dafür auf den Höhenglücksteig.

Edit 2017: Das Fotoalbum ist umgezogen… –> https://fotos.hangkantenpolitur.de
Dank Sonne war es angenehm warm und der Steig fast menschenleer. Hat sich gelohnt.

Bei YouTube gibt es auch ein schönes Video zum Höhenglücksteig, nicht von mir und mit etwas nerviger Musik. Teil 1 und Teil 2.

Auch wenn es hier gerne etwas zwischen dem ganzen Modellbau untergeht, aber hangkantenpolieren kann man nicht nur beim Modellfliegen sondern auch beim Wandern, auf Klettersteigen und beim Sportklettern.

Mit der Kletterei (und bouldern) ging es 2009 so richtig los und die erste „richtige“ Alpinerfahrung war die Tour zur Ellmauer Halt auf 2344m. Im Folgejahr ging es dann auf meinen ersten Dreitausender sofern ich den Hohen Dachstein mit 2993m da noch dazu zählen darf, inklusive die erste Gletscherüberquerung mit all seinen Tücken. Der Jahreshöhepunkt war sicher die Lachenspitze Nordwand mit ihren 250m senkrechten Fels. Das ganze mag für Alpinisten lächerlich wirken, für mich der bis 2008 eigentlich keinen Sport betrieben hat sind das ganz tolle Leistungen. :-)

Da man ja irgendwie immer nach „mehr“ strebt wird es 2011 auch ein paar Projekte geben. Der erste grobe Plan sieht wie folgt aus:

  • Frühjahr Höhenglücksteig (600 m)
  • Ab Mai/Juni: Lachenspitze (2126 m) über Nordwand
  • Juni: Benediktenwand (1801 m) und Latschenkopf (1712 m) über Normalweg
  • Juli: Monte Cevedale (3769 m) geführte Gletscher Hochtour
  • Juli: Gabi/Simplon (während Gebidemurlaub)
  • August/September: Zugspitze (2962 m) über das Höllental

Mit dem Monte Cevedale wird der erste Höhepunkt 2011 bereits Anfang Juli stattfinden, meine erste Hochtour. Danach sollten die 2200 Höhenmeter und 7-10 Stunden Gehzeit auf die Zugspitze machbar sein. ;-)

Wer wo mit will, melden! Weitere Toureninfos gibt es dann immer kurz vorher…

Jaja, ich hab die Nordwand überlebt. Ich sollte aber dazu sagen dass es nicht vom Eiger sondern nur die der Lachenspitze war. ;-)

Am Samstag Vormittag ging es los ins Tannheimer Tal. Nach guten zwei Stunden standen wir dann auch schon an der Gondelbahn die uns aufs Neunerköpfle brachte. Über einen wunderbaren Höhenweg haben wir dann nach guten zwei Stunden die Landsberger Hütte erreicht wo wir auch übernachtet haben (Gruß von dieser Stelle an den Frankfurter, die zwei Mädels aus Nürnberg und die andere Bande – war ein lustiger Abend). Heute ging es dann in der Früh (ok um Acht ;)) die Nordwand hoch, hinten runter und Abstieg über den Vilsalpsee.

Ich habe mal ein paar Bilder hochgeladen: Album und hier gibt es noch ein schönes Video vom Klettersteig (nicht von mir). Nächstes Jahr wieder, das wird die Trainingsstecke für die Zugspitze (dann 2-3 x hintereinander hoch).

Klettersteig Lachenspitze

Lachenspitze Nordwand

Am Samstag geht es in die Alpen um die geplante Tour vom letzten Wochenende nachzuholen. Da das Wetter wohl erst auf Sonntag wieder richtig gut wird werden wir allerdings den verlängerten Aufstieg zur Landsberger Hütte (1810 m) verkürzen und entweder vom Visalpsee in zwei Stunden aufsteigen oder über das Neunerköpfle (via Bergbahn) absteigen. Das werden wir dann spontan und nach Wetterlage entscheiden.

Am Sonntag werden wir dann auf die Lachenspitze (2130 m) kraxelm, wenn es trocken genug ist natürlich über die Nordwand. Wer noch mit will kann sich gern bis Samstag in der Früh bei mir melden, ein Bericht und hoffentlich viele schöne Fotos gibt es dann Anfang nächster Woche.