LOWA Service

Auf Hochtouren und beim Eisklettern bin ich mit einem LOWA Weisshorn GTX Stiefel unterwegs. Dies ist bereits mein dritter Bergstiefel von dem Hersteller aus  Jetzendorf und bislang war ich mit allen Schuhen sehr zufrieden. Beim Eisklettern in Südtirol ist mir allerdings am zweiten oder dritten Tag aufgefallen, dass der hintere Sohlenrand an einem Schuh gebrochen war also genau an der Aufnahme, wo der Kipphebel von Steigeisen angesetzt wird. Zum Glück hat die Sohle die restliche Woche voll gehalten denn sonst wäre ein klettern nicht mehr möglich gewesen.

Noch bereits in Südtirol hatte ich eine Email an den Lowa Kundenservice geschrieben ob dieser Fehler bekannt sei und ob man hier was machen kann…

Schon am Folgetag bekam ich vom Serviceleiter eine Antwort auf meine Email: Das Problem sei so nicht bekannt weshalb sie den Schuh gern untersuchen/prüfen würden. Daher sollte ich ihn ohne Schnürsenkel und Einlagen einschicken was ich gleich in der Woche nach meiner Rückkehr tat.

Keine zwei Wochen später bekam ich ein Paket von Lowa: Die Sohle war aufgrund eines Materialfehlers an meinem Schuh gebrochen und wurde ersetzt. Dabei wurde an beiden Schuhe auch komplett die Vibram Sohle erneuert. Desweiteren lagen dem Paket ein Satz neue Schnürsenkel sowie neue Einlegesohlen und ein Schuhpflegemittel bei.

Dies erfolge alles auf Kulanz bei einem Schuh der schon mehrere Jahre im Einsatz ist und ich nicht einmal mehr eine Quittung vorweisen konnte!

So stellt man sich Kundendienst von einem Qualitätshersteller vor. Einfach, schnell, unkompliziert. Vielen Dank an Lowa und das Lowa Serviceteam für die Reparatur, so kann ich den Weisshorn sicher noch viele weitere Jahre einsetzen. Meine nächsten Stiefel werden sicher wieder ein Modell aus Jetzendorf sein!

F3U = FPV-Race

Der Weltverband FAI hat nun die Klasse F3U für FPV Drone Racing geschaffen. Damit ist FPV-Race nun vollumfänglich dem Modellflug zuzurechnen und ist demnach auch der kommenden Novellierung des Luftrechts auf europäischer Ebene konfrontiert. Bereits jetzt lässt sich feststellen, dass es ein paar kleine Änderungen gegenüber dem aktuellen, nationalen Recht geben wird die jedoch praktisch wenig Auswirkungen haben werden. Dazu gibt es vom DAeC eine umfangreiche Aufarbeitung.

Halbzeit in Südostasien

Eigentlich dachte ich, mehr Reiseberichte zu meiner Vietnam Reise zu schreiben aber irgendwie war die letzte Woche so entspannend dass ich das Laptop nur selten angefasst habe. Daher gibt es hier einen kleinen Rückblick auf die vergangenen Tage und somit auf die erste Hälfte der Reise:

Der Flug mit Vietnam Airlines direkt von Frankfurt nach Ho-Chi-Minh Stadt (=Saigon) war problemlos. Die 787-9 war ausgebucht aber die Crew hat trotzdem einen guten Service hinbekommen, so wurden zum Beispiel zwischendurch immer wieder mal kleine Brötchen serviert. Auch der Inlandsflug mit Vietjetair nach Da Lat verlief ohne Schwierigkeiten ob wohl dieser um 30min vorverlegt wurde. Der Airport in Saigon ist recht überschaubar, Zoll und Gepäck ging gut und der Terminalwechsel war lediglich ein 5min Fußweg.

In Da Lat wurden wir am Airport abgeholt und fuhren zu Axel in sein Zen Café Guesthouse Lakeside wo wir auch die ersten Tage verbrachen. Die drei Gästehäuser mit insgesamt 10 Zimmern liegen idyllisch ca. 8km außerhalb von Da Lat direkt an einem See. Natur und Ruhe pur. Das Klima in Da Lat ist sehr angenehm, so hat es tagsüber 20-25 Grad wobei es Abends rasch abkühlt.
Innerhalb der ersten Tage besuchten wir u.a. das Crazy House in Da Lat, schauten bei den Wasserfällen vorbei und verbrachten zwei Stunden im Hochseilgarten um am 03. Januar dann die Weiterreise nach Mui Ne am chinesischen Meer anzutreten. Die Fahrt zog sich quer durch das Land über fragliche Straßen da unser Fahrer sich vermutlich die Maut der Hauptstraße sparen wollte. Nach ca. 4 Stunden erreichten wir aber dennoch das Küstendorf Mui Ne und bezogen für die erste Nacht ein einfaches Motel.

Mui Ne ist ein typischer Badeort und ein absolutes Kite-Surfing Paradies. Jeden Tag 30-35°, ein sehr warmes Meer und immer genug Wind. Die Sehenswürdigkeiten halten sich hier in Grenzen, neben ein paar schönen Sanddünen lockt vor allem die reiche Auswahl an Seafood. Dennoch schaffen wir es mit faulenzen, essen, schlafen, faulenzen drei Tage zu verbummeln um dann doch den Weg nach Ho-Chi-Minh Stadt (HCM) anzutreten. Mit einem gemieteten Minibus dauerte die 200km Strecke auch ca. 4 Stunden bis wir unser Motel erreichten.

Morgen früh brechen wir für mehrere Tage uns Mekong Delta auf um dann für den letzten Tag wieder nach HCM zurück zu kehren. Dann wird vermutlich auch ein zweiter Teil des Reiseberichtes folgen.

Happy New Year

Mit diese winterlichen Ipf Impressionen von heute möchte ich mich noch kurz bei allen Leserinnen und Lesern von Hangkantenpolitur bedanken. Den üblichen Jahresrückblick muss ich etwas verschieben da ich ab Morgen in den Urlaub fliege von welchem ich mich hier sicher mal mit Fotos melden werde.

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Holm- und Rippenbuch.

Salto aufm Ipf

Irgendwie ist das Filmen etwas aus der Mode gekommen, daher nur ein Kurzfilm vom Valenta Salto auf dem Ipf.

Ging gut, war kalt… ;-)

Jeti Assist Empfänger werden ausgeliefert

Neuigkeiten von Hacker Motors: Die Jeti Assist Empfänger sind da und werden ausgeliefert.

Für alle, welche sich für die Assist Empfänger interessieren, sollten mal einen Blick in die Anleitung werfen.

3D Printing

Da ich mich schon seit mehreren Jahren mit CNC Fräsen im Hobby Bereich beschäftige war es naheliegend auch voll in die Welt des 3D Drucks einzutauchen. Beide Maschinenkonzepte ergänzen sich wunderbar für den Modellbau und so entschied ich mich nach einiger Recherche für den Creality CR-10. Dieser bietet eine große Druckfläche von 300x300x400mm und hat eine große, wachsende Support Community. Der CR-10 basiert auf Marlin als Firmware und kann auch mit OctoPrint angesteuert werden. Bestellt habe ich dann direkt bei GearBest am 09. Oktober, geliefert wurde am 25. Oktober mit Hermes.

 

Nach einigen Tagen möchte ich nun mal ein erstes Fazit niederschreiben, sozusagen eine kleine Zusammenfassung der Informationen welche ich mir zusammen gesammelt habe. Entgegen dem Trend quälend lange Laber Videos zu erstellen versuche ich mich so kurz als möglich zufassen. Details können dann an anderer Stelle nachgelesen/-geschaut werden.

 

Aufbau und Inbetriebnahme

Los geht es natürlich mit dem Auspacken und dem mechanischen Aufbau des Druckers. Dieser ist eigentlich nicht der Rede wert und selbsterklärend: Zusammenschrauben, Kabel korrekt anschließen, Gleitlager ggf. nachjustieren, Zahnriemenspannung kontrollieren und am besten generell alle Schrauben nachziehen. Das dazu benötigte Werkzeug liegt dem CR-10 bei, von Tiny Machines 3D gibt es dazu auch ein interessantes und kurzes Video. Danach habe ich den Drucker aufgeheizt und das Druckbett ausgerichtet, siehe Bed-Levelling.

Eine kleine Rolle weißes PLA Filament liegt dem Drucker bei mit welchem ich auch meine ersten Versuche unternommen habe. Dazu habe ich mir noch zwei Rollen PLA von Janbex mit bestellt was bislang auch einen guten Eindruck hinterläßt.

Meine Eindrücke nach den ersten Probeläufen:

  • der Drucker könnte leiser sein, insbesondere der Lüfter am Hotend klingt wie ein Laubbläser
  • das Bed-Leveling ist arg fummelig da die Stellschrauben sehr klein sind
  • das Aufheizen des Druckbett dauert sehr lange
  • Out of Box druckt der CR-10 schon ganz passabel :-)

 

Slicer Software

Mit Hilfe einer Slicer Software erzeugt man aus 3D Modellen den Gcode für die Ansteuerung des Druckers. Dabei werden auch Faktoren wie die Schichtdicke, Druckgeschwindigkeit, Temperaturen usw. festgelegt. Neben der Mechanik ist der Slicer entscheidend für die Druckqualität.

Slicer gibt es mehrere, die wohl am meisten eingesetzten sind Slic3r, Cura, Craftware (alle frei verfügbar) und Simplify3D (149 USD). Ich arbeite aktuell mit Cura 3.0.3 und mit Craftware 1.14. Beide Slicer liefern mit den Standard Einstellungen schon recht gute Ergebnisse, bei Craftware habe ich lediglich die Temperaturen angepaßt: 60° Bett und 200° Hotend.

Cura hat ein paar Optionen mehr und scheint minimal besser zu drucken, Craftware finde ich von der Handhabung besser und man kann selbst Supports einziehen. Ich habe aber noch zuwenig gedruckt um hier eine finale Entscheidung treffen zu können.

 

Umbauten / Mods

Das Heizbett habe ich von unten mit 6mm Kork isoliert was die Aufheizzeit verkürzt und die Temperatur während des Druckes konstant hält. Alternativ dazu kann man auch Dämmwolle verwenden.

Folgende Teile habe ich danach ausgedruckt und montiert:

Für das Kabel am Heizbett gibt es noch diese tolle Zugentlastung welche bei mir aber schon ab Werk montiert war.

 

Lautstärke

Danach habe mich mich dem Thema Lautstärke gewidmet und habe die zwei Lüfter in der Controlbox sowie den Lüfter für die Filamentkühlung. Rückblickend würde ich nun statt der zwei 40mm Lüfter in der Box nun einen 120er oder 140er Lüfter einbauen und das Gehäuse entsprechend modifizieren. Der reine Austausch gegen hochwertigere 40mm Lüfter macht es allerdings schon deutlich leiser und angenehmer.

Die von mir verwendeten Lüfter sind:

Zusätzlich habe ich noch den Lüfter im Netzteil um 180° gedreht damit dieser Luft von außen ansaugt und diese dann durch das Gehäuse nach hinten abtransportiert wird.

 

OctoPrint

Mit OctoPrint bekommt man ein Webinterface über welches sich der Ausdruck mit einer Webcam überwachen läßt. Des weiteren kann man Druckaufträge starten und stoppen, die Temperaturen im Auge behalten und mehr. OctoPrint wird auf einen Raspberry Pi installiert. Die Installation habe ich mit Ethcher durchgeführt:

Ethcher  –> Image auswählen –> SD Karte auswählen –> Image schreiben

 

Danach sollte man einen Blick in die octopi-network.txt werfen und die WLAN Einstellungen anpassen. Die SD Karte dann in den Raspberry Pi einlegen und starten. OctoPrint sollte nun eine IP Adresse vom Router beziehen und im lokalen Netzwerk unter der Adresse https://octopi erreichbar sein (je nach Konfiguration).

Ein Gehäuse für meinen Raspberry Pi 3 B habe ich natürlich auch gleich ausgedruckt.

 

Folgende Addins verwende ich mit OctoPrint:

  • Simple Emergency Stop
  • Filament Manager
  • Cost Estimation
  • Fullscreen Webcam
  • Display Progress
  • Print History
  • Navbar Temp

 

Einstellungen optimieren

Je nachdem wie der Extruder eingestellt ist wird eine unterschiedliche Menge Filament gefördert. Dies kann man jedoch kalibrieren und im EEPROM des Druckers abspeichern. Ich habe diese Schritte mit OctoPrint ausgeführt und dort im Terminal die Gcode Anweisungen direkt eingetippt. Vom Extruder ab werden dazu 120mm am Filament markiert und dann folgende Schritte durchgeführt:

Den aktuellen Extruderwert mit M503 auslesen und notieren:

Send: M503
Recv: echo: Steps per unit:
Recv: echo:  M92 X80.00 Y80.00 Z400.00 E93.00

Anschließend mit G92 E0 den Extruder zurücksetzen und 100mm Filament (bei 1.75mm Filament) mit dem Befehl G1 E100 F90 ausgeben. Nun kann die real ausgegebene Filamentmenge gemessen werden, in meinem Fall wurden nur 94 statt der geforderten 100mm ausgegeben.

Den neuen Wert errechnet man mit der Formel Alte Steps * 100 / extrudierte Menge, in meinem Fall also 93 * 100 / 95 = 97,8947

Mit dem Befehl M92 E97.89 habe ich den, für meinen Drucker passenden Wert, gesetzt und mit M500 ins EEPROM geschrieben. Bei einem zweiten Durchlauf wurden dann exakt 100mm Filament extrudiert.

 

Die Marlin Firmware unterstützt außerdem ein PID Autotuning welches ich im Anschluß mit dem Drucker auf Zimmertemperatur durchgeführt habe. Dabei wird zuerst das Hotend 10x auf 210° mit dem Befehl M303 S10 C10 aufgeheizt. Anschließend wird das Heizbett mit dem Befehl M303 E-1 C3 S70 dreimal auf 70° aufgeheizt. Im Terminal muss man dabei jedes mal warten, bis das PID Autotune angeschlossen wurde. Danach wieder alles mit M500 speichern.

 

Nächste Schritte

Wirklich fertig ist so ein Projekt ja nie. Als nächste Erweiterung wird eine von OctoPrint schaltbare Steckdose für den Drucker sein. Ob ich das via Ethernet, DECT (Fritzbox) oder 433 MHz mache wird sich noch zeigen. Außerdem werde ich dem CR-10 noch einen Bootloader und eine neuere Firmware verpassen um u.a. das Marlin Baby Steps Feature (Z-Achenverstellung während des Drucks) nutzen zu können.

Bei der Druckunterlage werde ich auch noch das eine oder andere Experiment wagen. Aktuell drucke ist das meiste auf Klebeband. Rein auf Glas haftet nicht*, das Glas vorher mit Klebestift einreiben funktioniert super ist aber irgendwie auch eine Sauerei. Das beiliegende Klebeband kann man fast nicht verwenden, da ist die Haftung so gut dass man danach den CR-10 an dem Druckteil aufhängen kann. Bewährt hat sich bislang das ScotchBlue Tape Klebeband. Was gut funktionieren soll ist eine FR4 Glasfaserplatte. Ich habe für einen Test schon eine 1mm Platte zugeschnitten hatte aber noch keine Lust das Druckbett neu zu justieren.

* Edit: PLA auf Glas geht doch, das Zaubermittel ist hier wohl Spritus/Alkohol um das Glas vor dem Druck ordentlich zu entfetten.

 

Zum Bed-Leveling werde ich zu einem späteren Zeitpunkt nochmal etwas schreiben, für den Moment sollte diese Informationssammlung erstmal ausreichen. Frohes drucken!

KANTE eco am Ipf

Endlich hatte mal jemand eine Kamera dabei (Danke Phil), leider gaben die Bedingungen aber nicht arg viel her…

Dennoch, ein kleines KANTE Video:

Valenta Salto

Seit dem Monte Lema geisterte mir der Valenta Salto im Kopf herum (Hallo Peter….), wirklich gesucht hatte ich aber nicht. Als mir dann einer in GFK mit D-Box günstig angeboten wurde, konnte ich nicht Nein sagen und habe dafür die Hornet verkauft. Am Samstag war daher Einfliegen angesagt:

Ausgerüstet ist der Salto mit Futaba S3150, Hitec HS125 und Volz Servos. Ich habe noch eine Jeti MaxBEC Weiche, eine Schleppkupplung und zuwei LiFe Akkupacks beigesteuert.

Mit einem Schwerpunkt bei 86mm fliegt sich der Salto recht zahm und hat schön Durchzug im Akro. Durch das gesteckte V-Leitwerk ist auch das Packmass recht angenehm und ideal für den Hang. Das Abfluggewicht beträgt 5,8kg.

REX Assist Neuigkeiten

Tero von RC-Thoughts hat einige REX Assist Fakten aus der Anleitung zusammengeschrieben. Alles in allem schaut es so aus, als würden die Kreisel-Empfänger von Jeti bald auf den Markt kommen.

Funktionen der REX Assist Empfänger:

  • Bis zu 16 stabilisierte Kanäle
  • Multicopter von Tri- bis Octocopter möglich
  • 3 Flugmodi mit der Möglichkeit die Flughöhe und/oder die Fluglage zu stabilisieren
  • Möglichkeit der Feineinstellung während dem Flug über einen freien Kanal
  • 3-Achs Gyro mit Beschleunigungsensor und barometrischem Drucksensor
  • Unterstützung für Ultraschall Sensoren, WS2812 LED Streifen und Kamera Gimbals
  • Intelligenter Failsafe Modus
  • Vibrationsanalyse
  • Volle Telemetrieunterstützung
  • PC Konfigurations Software

 

Die Servo Output Pins können wie folgt konfiguriert werden:

  • Servoausgang
  • Digital Input
  • Digital Output
  • Motor 1-8
  • Kamera Gimbal (Roll, Pitch, Yaw)
  • PPM Positiv Output
  • PPM Negativ Output
  • PPM Input
  • Jetibox/Sensor EX
  • EX Bus
  • Serial UDI 12/16
  • LED Strip

 

Geplant sind die Empäfnger REX 6A, REX 7A, REX 10A und REX 12A.